Die Nethehalle in Neuenheerse

Die Nethehalle in Neuenheerse

Kurzchronik der Nethehalle in Neuenheerse

Der Plan zur Erstellung einer Festhalle war schon seit Jahren ein Gesprächsthema der Neuenheerser Bürger. Viele waren für die Verwirklichung des Planes, weil der Ikemeyerische Saal sich seit langen als zu klein erwies. Als aber 1965 die Gemeinde die Zusage von erheblichen Beihilfen erhielt und die Amtsverwaltung in Dringenberg und das Staatshochbauamt in Paderborn ihre Unterstützung zusagten schritt man zur Ausführung des Bauplanes. Nicht zuletzt trug die Eigenleistung der Neuenheerser Bevölkerung mit rund 1600 freiwilligen Arbeitsstunden zum Erfolg bei. So konnte man in der aufstrebenden Eggegemeinde über eine Mehrzweckhalle verfügen, die rund 1/2 Million Mark gekostet hat und die allen Anforderungen gerecht werde. Nach langer Planung und Überwindung von mancherlei Schwierigkeiten konnte erst im Herbst 1967 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Obwohl der Winter mit seinen oft schlechten Witterungsverhältnissen zur Einstellung der Arbeiten zwang, gingen die Bauarbeiten in den Monaten April und Mai gut voran. Die letzten Einrichtungen dauerten buchstäblich bis zum Mittag des Einweihungstages. Und so entstand im Jubiläumsjahr noch rechtzeitig die Festhalle mit einer Bodenfläche von rund 1000 qm. Schon seit Jahren machte sich das fehlen einer geräumigen Festhalle für alle Großveranstaltungen und kulturellen Darbietungen bemerkbar. Ein Trakt der Halle, der abgetrennt werden konnte, diente als Turnhalle. Eine geräumige Bühne bietet Gelegenheit für Theater-Aufführungen und für das in letzten Jahren durch Fernsehen zurückgedrängte Laienspiel. Gruppenräume sollen allen Arbeitskreisen für jung und alt zur Weiterbildung zur Verfügung stehen. Am 21. Juni 1968 um 18.30 Uhr erfolgte die Inbesitznahme der neuen Festhalle durch den Festausschuss, Gemeinderat Joseph Osburg und den Bürgermeister Johannes Vogdt. Sie war rechtzeitig zum 1100 Jahr Jubiläum des Ortes Neuenheerse fertig geworden.

Ein Festausschuss gab der Festhalle den Namen „Nethehalle“. Ein Schiessstand mit Kleinkaliber- und Luftgewehrschiessbahnen wurde durch die Kyffhäuser Kameradschaft errichtet und 2002 von der Schützenbruderschaft St. Fabian und Sebastian übernommen und auf den neuesten Stand gebracht. Die Kegelbahn wurde nicht mehr gebaut. Der Spielmannszug hat sich in den Kellerräumen einen Proberaum sowie einen Aufenthaltsraum mit Toilettenanlage in Eigenleistung ausgebaut. Seit der Kommunalen Neugliederung 1975 ist Neuenheerse ein Ortsteil von Bad Driburg und damit ging die Nethehalle in Besitz der Stadt Bad Driburg. Im Jahre 1997 kam es zu einer Übereinkunft der Stadt Bad Driburg, dem Bezirksausschuss und den Vereinen von Neuenheerse die Nethehalle einem zu gründenden Betreiberverein zu übergeben. 1998 kam es zur Gründung des Hallenvereins mit dem Namen „Betreiberverein Nethehalle e.V.“. Jetzt 2011 halten wir 43 Jahre nach dem Erbau der Halle und 13 Jahre nach Gründung des Hallenbetreibervereins eine kleine Rückschau.

Die gesamten Holzfenster wurden ausgewechselt und die Fensterverglasung der Halle ist durch Thermoglas ersetzt worden. Die gesamte Bestuhlung wurde neu angeschafft und bietet für 650 Personen Platz. Die Toilettenanlagen sind umgebaut und dem heutigen Standart angepasst worden. Ein Kühlraum wurde installiert und die Küche komplett erneuert. Zusätzliche Toiletten ermöglichen Hochzeitspaaren und Schützenköniginnen eine separate Nutzung. Die gesamte Außenfassaden sowie die Dachflächen wurden vollkommen restauriert. Der Eingangsbereich wurde umgebaut und eine Rampe für Zulieferfirmen angebaut. Das Ess- und Kaffeegeschirr wurde auf 400 aufgestockt. Der Hallenboden wurde komplett durch echtholz Parkett erneuert. Eine Notausgangstür wurde in die Ostwand eingebaut und damit die Halle auf einen sehr hohen Sicherheitsstandard gebracht. Durch die Eigenvermarktung, Vermietungen, Verpachtungen und die überaus erfolgreichen Spitzbubenveranstaltungen konnten wir einen Betrag von 150,000,00 € in die Renovierung der Halle einbringen. Dieser große Aufwand war nur mit zusätzlicher Unterstützung der Stadt Bad Driburg zu schaffen die sich Ihrer Verantwortung als Eigentümer bewusst sind und als fairer Partner zeigten. Es ist geschafft, der Hallenboden ist erneuert worden und auch der Thekenbereich wurde umgestaltet. Sei dem Spätsommer 2012 steht uns ein Abstellplatz an der Mühlenbrede, unmittelbar neben der Nethehalle, zeitweise als Parkplatz für Großveranstaltungen zur Verfügung. Wir, der Vorstand des Hallenbetreibervereins, haben uns mit Freude den Aufgaben gestellt und sind stolz auf das Geschaffene. Noch sind wir nicht fertig, es warten noch die Türen im  Eingangsbereich, ein Vordach vor dem Halleneingang, das Umfeld der Nethehalle freundlicher gestalten und sicher noch einige Dinge die sich im Laufe der Zeit ergeben. Es ist geschafft, die Halleneingangstüren sowie die Eingangstreppe sind fertig, Der Lieferanteneingang hat einen neuen Treppenbelag bekommen. Im Kellerbereich wurden durch Mauerarbeiten eine neue Unterteilung der Räumlichkeiten für die Schützenbruderschaft, der Feuerwehr und des Hallenbetreibervereins sowie des Bauhofs der Stadt Bad Driburg geschaffen. Die anstehende Wärmedämmung der Kellerdecke unter dem Hallensaal steht als nächstes an. Bisher konnten von 1998-2014 durch Eigenvermarktung und Veranstaltungen 216.000,00 € für den Erhalt der Halle erwirtschaftet werden.

Aktuelle Arbeiten: Jetzt wird im Halleneingangsbereich ein Türluftschleier eingebaut der von außen in die Halle eine Kältebrücke bildet. Auch eine neue Hallendeckenbeleuchtung ist in Planung. Noch sind wir nicht fertig, packen wir es an!

Betreiberverein Nethehalle e.V. --- AG Paderborn VR 10435 --- Vereinszweck: Sanierung, Nutzung und Bewirtschaftung der im
Eigentum der Stadt Bad Driburg stehenden Nethehalle in Neuenheerse als öffentliche Einrichtung i.S.d. § 8 GO NW